Von Haaren, Werwölfen und Zuckerpasten: das Erlebnis Sugaring!

Okay, lasst uns mal Klartext reden: Körperbehaarung nervt! Und zwar gewaltig! Auf dem Kopf sind Haare ja wundervoll, aber an den Beinen, Achseln und co. brauche ich sie nun wirklich nicht. Um die meist auch noch dunkel pigmentierten Härchen los zu werden, nehmen wir alle doch einiges an Torturen auf uns – rasieren, epilieren, waxen, lasern etc.pp.

Ich persönlich bin da bisher immer ganz altmodisch mit dem Rasierer ans Werk gegangen. Aber a: gehöre ich leider nicht zu den Damen, die von sich behaupten können, dass sie ihre Beine nur einmal in der Woche rasieren müssen. Nein, ich kann quasi nach dem rasieren schon wieder von vorne anfangen. Und b: geht mir das tägliche hantieren mit dem Rasierer schlichtweg auf den Keks! Ich möchte einfach mal nicht daran denken müssen, ob ich mir – bevor ich Shorts anziehe – auch ja die Beine rasiert habe.

Glücklicherweise hatten meine Beine und ich vor einiger Zeit die Gelegenheit eine Enthaarungsmethode kennen zu lernen, die einige Wochen “haarfrei” verspricht: das sogenannte “Sugaring”. Von der Haarentfernung mit der Zuckerpaste hatte ich zuvor schon einiges gehört, aber selbst ausprobiert hatte ich Angsthase es bis dato noch nicht.

Ich nahm also all meinen Mut zusammen und begann mit dem für mich schwierigsten Schritt, dem wachsen (nicht zu verwechseln mit dem waxen;) lassen der Haare. Die Haare müssen zur ersten Behandlung nämlich 0,3 bis 1,0 cm lang sein. Lasst euch gesagt sein, es war eine echte Tortur! Zum Schluss habe ich mich beinahe gefühlt wie ein Werwolf und dem Enthaarungstermin regelrecht entgegen gefiebert.

Am großen Tag war ich dann schon ein wenig nervös, denn man weiß ja nicht was einen erwartet. Tut es weh, ist es unangenehm, funktioniert es denn auch?

Die eigens von Senzera entwickelte Sugaringpaste besteht zu 100% aus natürlichen Inhaltsstoffen: Zucker, Zitronensaft und Wasser.



Angekommen im Senzera Studio begrüßte mich meine wirklich reizende Behandlungsdame, Genia. Wir haben uns vorab und während der Behandlung wirklich nett unterhalten, sie hat mir alles erklärt und ich habe mich sofort wohl gefühlt.

 

Wartend auf das, was mir gleich bevorsteht.



Ich hatte natürlich ein wenig Bammel. Tut es weh, laufe ich schreiend davon, werde ich es überleben? Alles Fragen, die ich mir zuvor gestellt habe. Aber was soll man machen, die Haare mussten schließlich ab:)

 

Mit passendem Lack – „Sunbaker“ von Butter London – auf den Nägeln


Die Behandlung fand in einem gemütlichen, kleinen Raum statt. Und bevor ich weiter nachdenken konnte, ging es auch schon los. Während die Paste erwärmt wurde, entölte Genia meine Beine mit einem speziellen Tuch und trug danach ein Talkumpuder auf. Nachdem meine Beine vorbereitet waren, wurde die körperwarme Paste entgegen der Wuchsrichtung meiner Haare aufgetragen.

 



Dann wurde die Paste in Wuchsrichtung abgezogen. Diesen Part fand ich besonders spannend, denn die anfangs recht flüssige Paste wurde sekundenschnell zu einer zähen Masse, die in einem Stück abgenommen wurde. Es ziepte ein wenig, war aber keinesfalls schmerzhaft.

 


Ich war erstaunt, wie schnell das Entfernen der Haare ging, pro Bein hat die Prozedur etwa 10 Minuten gedauert.

links: behaart, rechts: enthaart


Keine 20 Minuten später war ich dann haarfrei an den Beinen. Damit die gereizte Haut sich schnell wieder beruhigt wurde noch etwas Calming Cream aufgetragen und schon konnte ich glücklich das Senzera Studio verlassen.

 

Mit der reizenden Genia!

 

Hier könnt ihr euch auch noch mal die Preise für die unterschiedlichen Sugaringbehandlungen ansehen.



Fazit: Die Behandlung ist nun einige Wochen her. Ich habe mich während der Behandlung und im Studio wirklich sehr wohlgefühlt! Ein wichtiger Faktor, wenn man sich vielleicht auch andere Bereiche denn die Beine enthaaren lassen möchte. Das Enthaaren an sich hat ein wenig geziept, war aber keinesfalls unangenehm und nicht schmerzhaft. Kurz nach der Behandlung war die Haut an den Beinen etwas gerötet und recht empfindlich, dass hat sich aber am nächsten Tag gegeben. Beim ersten Mal Sugaring sollen die Haare wohl schneller nachwachsen, als bei den Folgebehandlungen (durchschnittlich wachsen die Haare dann in 3-6 Wochen nach). Meine Haare wuchsen nach etwa 2 Wochen langsam nach, allerdings wesentlich feiner. Ich habe mir die Haare an den Unter-, sowie Oberschenkeln entfernen lassen. Mir fiel allerdings auf, dass an den Oberschenkeln, wo meine Haare wesentlich feiner sind, einige Haare einwuchsen. Und dass, obwohl ich regelmäßig ein Peeling benutzt habe. Was allerdings das größte Hindernis ist, das Sugaring als dauerhafte Haarentfernungsmethode für mich in Betracht zu ziehen, ist schlichtweg der Faktor, dass ich meine Haare jedesmal auf eine Länge von mindestens 3 mm wachsen lassen müsste. Das ist für mich leider undenkbar.Die Suche nach der ultimativen Haarentfernungsmethode geht für mich also weiter. Vielleicht habt ihr ja Tipps?

 

Vielen Dank an Senzera, dass ich eurem Studio einen Besuch abstatten durfte! 

 

 

Folge:

15 Kommentare

  1. Juli 27, 2013 / 06:57

    Ich war auch schon öfter bei Senzera zum Sugaring – allerdings für die Bikinizone. Dort tut es wesentlich mehr weh, so viel steht fest ;-) Allerdings habe ich es nun auch aufgegeben. Zum einen, weil die Haare halt diese bestimmte Länge haben müssen und zum anderen weil man alle 6 Wochen 50 Euro dafür hinblättern muss. Generell kann ich Senzera aber auch sehr empfehlen – der Service ist wirklich toll! LG Jenny

  2. Juli 27, 2013 / 09:32

    Das Thema Enthaarung finde ich auch super nervig!
    Rasieren ist am günstigsten, aber beansprucht auch super viel Zeit…
    Ich finde das Sugaring oder Waxing immer recht teuer und die „Nachwachsphase“ bis die Haare wieder lang genug sind ist echt mega ätzend.
    Epilieren ist mir zu schmerzhaft :)
    Ich bleibe bei Rasieren, hätte aber lieber das Geld um meine Haare weglasern zu lassen….

  3. Juli 27, 2013 / 10:24

    Toller Bericht, sehr detailiert.
    Ich finde sugaring spannend. Habe mal überlegt es auch mal selbst zu versuchen, denn Rezepte für die Pasten sind ja sehr einfach.
    Für mich wären studiobesuche halt auf Dauer nichts. Man muss nicht nur regelmäßig planen, sondern ist es ja auch ein hoher Kostenfaktor.
    Ich bin mit meinem Epilierer sehr zufrieden.
    Der greift auch sehr kurze Härchen schon sehr gut und ich kann jederzeit wieder drüber gehen, wenn ich will und nicht nur wenn ich einen Termin habe.

  4. Juli 28, 2013 / 09:39

    Hallo Nadine,
    Ich hab Sugaring mal zuhause versucht. Stehe nämlich auf Kriegsfuß mit meiner Armbehaarung. An den Beinen macht mir das Rasieren überhaupt nichts – aber Stoppeln an den Armen sind einfach nur seltsam. Kurz: Es hat gar nicht funktioniert. Wahrscheinlich habe ich irgendwas falsch gemacht… Mich würde mal interessieren, wie viel das Waxen deiner Beine gekostet hat. Ich finde das ist nämlich auch ein ganz entscheidender Faktor – rasieren kostet ja praktisch nix (naja, wenig).
    Liebe Grüße
    Lola

  5. August 1, 2013 / 20:05

    ich habe auch schon oft überlegt, bin mir aber unsicher wegen den Schmerzen – wobei ich ja auch epiliere, also bin ich schon etwas abgehärtet. Allerdings geht es mir der Zeit wirklich auf den Geldbeutel. Da muss ich wohl oder übel weiterhin auf meine ursprünglichen Mittel zurückgreifen :)

    Schön, dass du das mal testen konntest!

  6. August 2, 2013 / 11:28

    Danke für den spannenden Bericht. Ich würde das auch wahnsinnig gerne mal testen, aber in meiner Nähe ist kein einzige Senzera Studia und einer „normalen“ Kosmentikerin möchte ich mich in dem Punkt nicht anvertrauen. Ich bin erstaunt, dass du keine Schmerzen hattest :)

  7. August 12, 2013 / 18:34

    Sehr symphatischer Post! Mit solchen Themen setzen sich die meisten Beauty Blogs ja eher ungerne auseinander, vorallem plus Foto vom behaarten Bein.

    Sugaring würde ich auch echt gerne mal ausprobieren aber es ist vermutlich teuer oder?
    :)

  8. Anonymous
    Januar 14, 2014 / 20:54

    Leidiges Thema für alle Frauen, denke ich :) Ich mache Sugaring im Studio http://www.zuckerpaste.net/ Es ist viel angenehmer als Waxing oder Epilieren.

  9. Maike
    November 22, 2015 / 19:57

    Schöner Bericht :),

    für mich ist die perfekte Enthaarungsmethode der Philipps Lumea. Ja ok er kostet zw. 350 und 500 Euro ABER wenn Frau ein heller Hauttyp ist mit dunklen Haaren dann funktioniert das Teil genial.
    Für mich die beste Erfindung des 21. Jhd bis jetzt ;)!! Immer glatte Haut, keine Rasierklingen, Schaum, Rasierer in der Dusche rumliegen, kein Hantieren unter der Dusche, keine eingewachsenen Haare, keine Schmerzen…. hach ich könnt ewig so weiter schwärmen :D! Gönnt es euch!

    LG

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