Mein erstes Jahr als Mama

Uiuiui… was war das für ein Jahr!? Man hört ja oft, das erste Jahr mit Baby ist das schwerste, aber ich hab es dennoch unterschätzt.

Hinter mir liegen 12 Monate pure Liebe! Mein Herz ist randvoll und ich bin glücklich und zutiefst dankbar für dieses wunderbare Geschenk des Lebens! Hinter mir liegen aber auch 12 Monate ohne eine einzige Nacht mit mehr als 2 Stunden Schlaf am Stück (na gut, es gab 2 Ausnahmen, da hat sie mal 4 Stunden am Stück geschlafen – yay!). Das mich der Schlafmangel so an den Rand bringt, das hätte ich nicht erwartet. Ich war irgendwann einfach nicht mehr ich, kraftlos, mit den Nerven am Ende. Die Schlafsituation hat sich bis heute nicht wirklich gebessert und ich weiß auch immer noch nicht, wie ich es überhaupt schaffe mit so wenig Schlaf zu funktionieren. Aber irgendwie klappt’s dann halt doch.

Ich erzähle euch mal, was ich noch so nicht erwartet hätte, im ersten Jahr mit Baby.

 

Schlaf

Müde…immer müde! Wie ich oben schon geschrieben habe, gibt es bei uns leider keine Nächte in denen durchgeschlafen wird. Dann schlaf doch tagsüber wenn das Baby schläft. Ja, das klingt logisch und ist leicht gesagt, In Wahrheit hat man aber 1000 andere Dinge zu tun, wenn das Baby schläft. Wäsche waschen, sich selbst waschen, etwas essen, oder auch einfach mal nur für sich sein und die paar Minuten Ruhe genießen.

 

Me time

Ich brauchte immer schon viel Zeit für mich um meine Akkus wieder aufzuladen. Und ich hab es ehrlich so genossen mit einem mini Baby zu kuscheln. Es wurde mir manchmal aber auch einfach zuviel das 24/7 jemand an mir klebte. Bitte lüncht mich nicht, aber ich wollte manchmal einfach nur für mich sein. Nachts mal alleine schlafen, tagsüber mal ohne Baby auf dem Arm kochen…

 

Partnerschaft

Mein Mann und ich sind seit fast 13 Jahren zusammen und ich konnte vor der Geburt an einer Hand abzählen, wie oft wir uns mal wirklich gestritten haben. Im ersten Jahr mit Baby haben wir aber so unfassbar oft gestritten, das hätte ich nie für möglich gehalten. Hauptsächlich über Aufgabenverteilung, wer wann und wieviel Freizeit hat und oft über völlig unnötigen Kram, den ich nicht mal mehr weiß. Wir waren vorher ein sehr unabhängiges Paar, sind ständig auswärts essen gegangen, verreist und haben nach Lust und Laune das gemacht worauf wir wann auch immer Lust hatten. Der Schlafmangel, eine neugewonnene Sensibilätät, ein neuer Mensch in der sonst so unabhängigen 2er Konstellation, der einen rund um die Uhr braucht, sorgt einfach für einen komplett anderen Alltag. Und die Nerven liegen einfach auch oft blank. Klar, das hätte man auch vorher wissen können. Die Realität sieht dann aber doch nochmal anders aus und trifft einen manchmal knallhart.

 

Arbeit

Ich bin selbstständig. Ich arbeite also selbst und ständig. Das das im ersten Jahr mit Baby nicht ganz so gut funktioniert ist irgendwie klar. Ich bin es gewohnt alles nach meinem Tempo und so zu machen wie ich es will. Nun muss ich mich aber natürlich auf die Bedürfnisse eines kleinen Menschlein eingehen. Und mein Baby hatte viele davon. Ich habe also in jeder freien Minute gearbeitet in der das Baby geschlafen hat und bin trotzdem nicht mal im Ansatz so voran gekommen, wie ich es mir gewünscht hätte oder wie ich es meinen viel zu hohen Erwartungen an mich selbst es gerecht hätte werden können. Zudem funktioniert der Kopf auch einfach nicht so, wie er soll (achja, da war ja die Sache mit dem Schlafmangel…düdüm). Das war im Rückblick auch einer meiner, wie ich finde größten Fehler. Hier beneide ich wirklich jeden, der eine klassische Elternzeit macht. Das wäre mit Sicherheit in vielerlei Hinsicht entpsannter gewesen. Und ein LEarning für mich, was ich bei einem weiteren Kind, wenn es denn so sein sollte, irgendwann einmal anders machen würde.

 

Liebe

Ich habe einfach noch nie so ein erfüllendes Gefühl der Liebe gespürt. So warm und intuitiv und nichtswollend. So bedingungslos, friedvoll und tief. Ich muss mich manchmal wirklich zusammen reißen sie nicht aufzufressen, oder zu erdrücken vor lauter Liebe. Sie ist von Tag 1 an da, diese einzigartige Liebe und sie wird auch noch von Tag zu Tag stärker. Ich weiß gar nicht wo das enden soll…

 

Sorgen und Ängste

Soviel Liebe bringt aber auch unheimlich viele Sorgen und Ängste mit sich. Man hat irgendwie ständig Angst, dass dem kleinen Wunder etwas passiert. Am Anfang hat man Angst vor dem plötzlichen Kindstod, irgendetwas falsch zu machen, später davor das Baby mal für ein paar Stunden der Oma anzuvertrauen oder gar in den Kindergarten zu bringen. Gar nicht auszumalen wie das erst wird, wenn aus dem Baby ein Teenager wird, der Nachts ausgehen will… da werde ich wohl wartend und wach auf dem Sofa sitzen. Es sieht also so aus, als ob das mit den schlaflosen Nächten noch eine Weile anhalten wird…

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